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Der ländliche Raum braucht eine starke Stimme

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Junge Union und CDU: Politischer Frühschoppen mit Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL / Ländlicher Raum muss gestärkt werden / schwache Bilanz der amtierenden grün-roten Landesregierung

Oberbalbach. Zu einem Politischen Frühschoppen lud am Sonntag die Junge Union Oberbalbach gemeinsam mit der örtlichen CDU ein. Die regelmäßige Reihe an politischen Veranstaltungen seitens der JU, die Ende 2009 ihren Anfang fand, findet jährlich etwa zwei Mal statt. Bereits im Frühjahr konnte die Europaabgeordnete Inge Gräßle (wir berichteten) gewonnen werden.

Nun stand mit dem langjährigen Landtagsabgeordneten und ehemaligen Landesminister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart ein Landespolitiker Rede und Antwort, der mit der Heimat bestens vertraut ist. Marco Hess begrüßte zu Beginn die zahlreichen Besucher und freute sich über den regen Zuspruch für eine politische Veranstaltung am Sonntagmorgen. Die Unterstützung der Politik sei für viele Projekte unabdingbar, deshalb sei es „sehr erfreulich“, dass Reinhart für Oberbalbach immer ein offenes Ohr habe und die Anliegen weitertrage, so Hess.

Der Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Wolfgang Reinhart gab danach zunächst einen Grobabriss über die aktuellen politischen Themen, die besonders auch den Main-Tauber-Kreis berühren. Rückblickend auf den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges leitete Reinhart seinen Blick auf die Situation in Europa über. So habe das Land Baden-Württemberg wie keine andere Region und damit auch die vielen Weltmarktführer und Mittelständler im Landkreis sehr vom europäischen Einigungsprozess profitiert. Daher gelte es die jetzige kluge Politik der Union und insbesondere der Kanzlerin Angela Merkel fortzusetzen, so dass diese längste Friedensperiode der jüngeren Geschichte des Landes fortgesetzt werden könne. Dies sei nur ein Aspekt, um den die südlichen Regionen der Republik von vielen anderen Nationen beneidet würden, dies erfahre er immer wieder auch in Brüssel, wo er das Land Baden-Württemberg als einziger Abgeordneter auch im Ausschuss der Regionen vertritt.
Ein weiteres wichtiges Thema war vor dem Hintergrund der aktuellen Berichterstattung in den Medien auch die Flüchtlingsunterbringung im Kreis. Hier forderte Reinhart eine dezentrale Unterbringung in den Städten und Gemeinden. „Kleinere Einheiten mit klaren Strukturen erlauben sicherlich eine bessere Integration der Flüchtlinge, die mit teilweise schrecklichen Schicksalen nach Deutschland gelangen“, so der Landtagsabgeordnete. Bei den zahlreichen Leerständen an Wohnung müsse darauf geachtet werden, dass diese Gebäude nach Möglichkeit einem zentralen Neubau mit vielen Unterbringungsplätzen vorgezogen werde. Diese Ansicht vertrete er auch im Kreistag, da für ihn Integration vor Ort gemeinsam mit den Ehrenamtlichen funktioniere.
Aber auch für den demografische Wandel und die Vernachlässig des ländlichen Raums seitens der grün-roten Landesregierung fand Reinhart deutliche Worte. Hier brauche die Region eine starke Stimme. Reinhart fügte hinzu, dass es gelte die Attraktivität des ländlichen Raumes zu steigern. In den vergangenen Jahrzehnten sei hier viel erreicht worden, diese Erfolgsgeschichte gelte es weiter zu schreiben. Der ländliche Raum biete für Menschen jeden Alters große Vorzüge und könne in vielen Belangen mit den Ballungsräumen konkurrieren. Gerade die heimischen Mittelständler seien auf Nachwuchskräfte angewiesen, ebenso wie auf bereits gut ausgebildetes und erfahrenes Personal. Mit dem Standort der Dualen Hochschule in Bad Mergentheim sei vor bereits zehn Jahren hier ein wichtiger Schritt für den Bildungsstandort Main-Tauber-Kreis getan worden. Die dort ausgebildeten Jugendlichen gelte es mit attraktiven Arbeitsplatzangeboten auch danach in der Region zu halten. Auch hob Reinhart für die Zukunft weitere wichtige Investitionen in Bildung und Infrastruktur – wozu er besonders auch die digitale Infrastruktur betonte – hervor.
Dankesworte an MdL Wolfgang Reinhart gab es abschließend von den beiden Vorsitzenden von Junger Union und CDU, Marco Hess und Mike Noorlander. „Es sei wichtig, mit den Bürgerinnen und Bürgern im Dialog zu bleiben und Gespräche – wie auch heute Morgen – anzubieten“, so Stadtrat Hess und Noorlander abschließend, verbunden mit einem „Honig-Präsent“ der Familie Gruber aus Oberbalbach für den Landtagsabgeordneten.

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